Waldstrasse in Johannisthal

Allgemeine Infos zur Waldstrasse in Berlin Johannisthal

Archiv: Juli 2008

Einspruch gegen die beabsichtige Umbenennung der Waldstraße in Berlin-Johannisthal, 12487 Berlin

Ich, Ruth Herfurth, bin seit mehr als 25 Jahren Bewohnerin der „denkmal-geschützten Siedlung Waldstraße Johannisthal“.
Die Geschichte dieser viel beachteten Bauhaussiedlung ist untrennbar mit der Entstehung der Waldstraße Johannisthal verbunden. Der historischen Siedlung einen neuen Namen zu geben, verstößt gegen den gesetzlichen Denkmalsschutz.
Ich lehne die Umbenennung daher energisch ab.
Einen weiteren Grund für mein “Nein” sehe ich in Folgendem:
Minna Todenhagen war eine höchst bescheidene voll auf solidarische Hilfe, besonders für Kinder orientierte, aktive Bürgerin. Ich hehme an, sie hätte die äußerst hohe Kostenrechnung der Umbenennung der einen Straße abgelehnt und stattdessen dafür gesorgt, daß diese Mittel für die zahlreichen unterversorgten, armen Kinder in Berlin eingesetzt werden.

Dies ist auch meine Bitte.

Ruth Herfurth

Keine Chance die Umbenennung abzuwenden

Der FDP-Abgeordnete Herr Förster hat in seinen Kommentaren zu meinen bzw. Ihren Artikeln zur Ablehnenden Haltung der Waldstraßenbewohner ausführlich Stellung genommen.

Schlussfolgerung daraus:

Die Waldstraße wird in Minna-Todenhagen-Strasse umbenannt

Es spielt keine Rolle ob wir Anwohner das nicht möchten.

Es ist so wie es immer schon war, die von uns gewählten Politiker machen was Ihnen passt, nicht was wir Ihnen Auftragen. Das beste Beispiel war ja in letzter Zeit die Schließung des Flughafen Tempelhof. Allein die Aussage des Regierenden Bürgermeister´s, egal was der Volksentscheid auch bringen würde, wir, die gewählten Volksvertreter entscheiden uns trotzdem für die Schliessung, sagt doch alles.

Herr Förster, Ihre Erklärung, dass ein Antrag zunächst gestellt werden muss, damit er auch beschlossen werden kann ist für jeden von uns Verständlich. Vollkommen unverständlich hingegen ist jedoch die Tatsache in welchem Eiltempo diese Umbenennung erfolgen sollte und dass die Anwohner davon erst durch die Flugblattaktion der CDU erfahren haben.

Diese Umbenennungsaktion hätte ich am liebsten nicht von der Parteipolitischen Seite betrachtet. Aber sowohl Sie als auch die SPD bringen hier etwas auf den Weg, was ich mir lieber gespart hätte.

Durch mein Elternhaus und durch meine Nachbarschaft zu den Bewohnern der Waldstrasse 37, war ich bisher immer dem „Mitte-Links“ Flügel „zugeneigt“.

Durch Ihre Polemik stehe ich nun mindestens auf seiten der CDU, bzw. ist von hier anscheinend als einzige Partei Hilfe zu erwarten.

Bitte machen Sie nicht die Rechnung ohne den Wirt, wir die Waldstrassenbewohner lassen uns nicht entmündigen, diese Zeiten haben wir hinter uns gelassen, ohne sie zu vergessen.
Sie können sicher sein, dass wir alle Register ziehen werden um die Umbennung der Waldstrasse zu verhindern.
Ob dies dem Ansehn der Frau Todenhagen gut zu Gesicht steht mag ich bezweifeln.

Diesen Blog habe ich geschaffen um Öffentlichkeit herzustellen und sie können sicher sein, diese werde ich auch nutzen.
Mit freundlichen Grüssen

Alexander Georgiu

Gesetz zur Umbennung von Straßen mit Doppelnamen

Gibt es ein Gesetz zur Umbennung von Straßen die Namen tragen, die in dem gleichen Verwaltungsbereich mehrfach vorkommen?

Ich habe im Internet recherchiert konnte aber kein solches Gesetz finden.
Es gibt Gemeinden die es sich auf Ihre Fahnen geschrieben haben solche Straßen umzubenennen, keine dieser Gemeinden beruft sich aber auf ein Gesetz, im Gegenteil, in Brandenburg wird explizit darauf hingewiesen, dass es ein solches Gesetz nicht gibt.

Vielleicht helfen mir ja die Abgeordneten der BVV weiter und schreiben hier mal rein auf welche gesetzliche Grundlage sich der Wunsch zur Umbenennung solcher Straßen bezieht.

Was so ein Gesetz oder vielleicht auch nur ein Beschluss mit unserer Waldstrasse zu tun hat muss sich dann noch zeigen.

Es gibt 14 Waldstrassen in Berlin.
Jede dieser Straßen liegt in einem anderen Postleitzahlbereich.
Es gibt somit also überhaupt keine Verwechslungsgefahr.

A. Georgiu

Erneute Vorlage zur Umbenennung der Waldstrasse

Aufgrund unserer Proteste wurde der Antrag zur Umbenennung der Waldstrasse nicht auf der BVV-Sitzung am 17.07.2008 beschlossen, sondern er wurde zur erneuten Beratung an den Ausschuss für Bildung und Bürgerdienste verwiesen.

Am 04.September 2008 findet eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Bürgerdienste statt, wo unter Punkt 3.1 über die Umbenennung beraten werden soll.

Da diese Sitzung öffentlich ist werde ich daran teilnehmen.
Falls jemand ebenfalls Zeit hat und an der Sitzung teilnehmen möchte, kann sich bei mir melden, um einige Dinge abzusprechen.

Tagesordnung – 19. (öffentliche) Sitzung des Ausschusses für Bildung und Bürgerdienste

Bezeichnung: 19. (öffentliche) Sitzung des Ausschusses für Bildung und Bürgerdienste
Gremium: Ausschuss für Bildung und Bürgerdienste
Datum: Do, 04.09.2008 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 Anlass: ordentliche
Raum: Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche
Ort: Puchanstraße 12, 12555 Berlin

Ö 1 Protokollkontrolle und Festlegung des Protokollführers (es bereitet sich bitte Hr. Förster und alternativ r. Stock vor)
Ö 2 Bericht aus dem Bezirksamt
Ö 3 Neue Überweisungen aus der BVV (in der Reihenfolge der Überweisungen)
Ö 3.1 Straßenbenennung nach Minna Todenhagen VI/0797
Ö 3.2 Straßenbenennung VI/0799
Ö 4 Termine (z. B. von Veranstaltungen oder besonderen Aktivitäten)
Ö 5 Verschiedenes

Jetzt wird´s langsam spassig

In einem Kommentar schreibt Herr Schlierkamp aus der Waldstrasse 3 folgendes:

Hallo,
ich hatte eine Mail ähnlichen Inhalts an die CDU geschrieben und wohl die gleiche Antwort bekommen wie Herr Georgiu.
Ok, warten wir's ab.
Zu dem Thema habe ich auf den Seiten der SPD etwas Interessantes entdeckt.
Unter dem Link
http://www.spd-fraktion-treptow-koepenick.de/images/Publikationen/Infobriefe/2008/Infobrief_7_2008.pdf
ist in dieser Publikation auf Seite 3 zu lesen, dass nicht die Waldstrasse, sondern die Köpenicker Strasse zu Ehren von Frau Todenhagen umbenannt werden solle.
Dieser Infobrief der SPD ist vom 07.07.08.
Was soll man dazu sagen?

Freundliche Grüße aus der Waldstrasse 3

L. Schlierkamp

Hier auch gleich der entsprechende Abschnitt

Ausschnitt aus Seite 3 vom Infobrief 07 / 2008 vom 07.07.2008

Interfraktioneller Antrag zur Straßenbenennung nach Minna Todenhagen

Das Bezirksamt wird ersucht, die Köpenicker Straße in Johannisthal zu Ehren der Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt, Minna Todenhagen, in Minna-Todenhagen-Straße umzubenennen. Der Vollzug sollte anlässlich des Bundeskongresses der Arbeiterwohlfahrt im November 2008 in Berlin erfolgen.
Begründung:
Minna Todenhagen (14.08.1880 – 16.11.1950) gehört zu den bedeutenden Frauen in der Sozialpolitik, die eng mit unserem Bezirk verbunden sind. Während bei Marie Juchacz, Maria Jankowski, Clara Bohm-Schuch oder Elfriede Ryneck schon vielfältige Ehrungen erfolgt sind, wurde Minna Todenhagen bisher nicht in dem Maße gewürdigt, obwohl ihre Verdienste und Leistungen ebenbürtig sind………………..

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