Waldstrasse in Johannisthal/ Waldstrasse soll umbenannt werden/ Empfehlung zur Umbenennung von Doppelbenennungen

Waldstrasse in Johannisthal

Allgemeine Infos zur Waldstrasse in Berlin Johannisthal

Empfehlung zur Umbenennung von Doppelbenennungen

Herr Joachim Schmidt, Bezirksverordneter der BVV und stellv. CDU-Fraktionsvorsitzender, hat in einem Kommentar unter anderem folgendes geschrieben:

..die Intention des Antrages im November 2008 anläßlich des AWO-Bundeskongresses die Waldstraße in Minna-Todenhagen-Straße umzubenennen, war vom Ablauf der zeitlichen Fristen von vornherein nur möglich, wenn eine Beschlußfassung in der BVV im Juli erfolgt wäre.
Da dieses so inhaltlich im Antrag zum Ausdruck war eine Ausschußüberweisung wohl zunächst einmal nicht vorgesehen, hätten sich nicht zuvor die Anwohner dagegen geäußert.
Daß die Anwohner vor über 100 Jahren auch keine Möglichkeit hatten die Namensgebung in Waldstraße zu beeinflussen, sondern es nur mit dem Vergleich zu heute ein Beschluß der Gemeindevertretung Johannisthals war, stimmt nicht ganz.
Die Straße wurde vor 116 Jahren angelegt und bekam sofort den Namen Waldstraße. Die Häuser wurden dann nach und nach gebaut. Die Waldstraße war also vor den Menschen da, die sie dann bewohnten und bewohnen.
In der CDU-Fraktion, deren Mitglied ich seit 16 Jahren bin, gab es nie in sämtlichen Fraktionssitzungen Überlegungen welchen Namen die Waldstraße zu bekommen habe. Die Waldstraße hatte für uns immer einen Namen und Umbenennungen galten grundsätzlich als nicht vermittelbar, vor allem bei einer geschichtsträchtigen Straße wie dieser.
Man sollte den schwarzen Peter nicht anderen zuschieben, die mit dem Antrag gar nichts zu tun haben.
Die CDU weiß auch nicht, daß “nach den gesetzlichen Grundlagen eine Unmbenennung vorgenommen werden muß” – im Gegenteil: Die Ausführungsvorschriften zu Straßenbenennungen sind in puncto Straßenumbenennungen zur Vermeidung von Doppelbenennung eine Empfehlung, eine kann-Bestimmung, jedoch kein Zwang….

Wenn also eine rechtzeitige Umbenennung allein schon durch die Zeitverzögerung im November nicht mehr Ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, sollte schon aus diesem Grund von der Umbenennung Abstand genommen werden.

Wir werden auch darüber mit Argusaugen wachen und jede Möglichkeit zur Verhinderung dieser Umbenennung nutzen, zur Not auch mit einer Einstweiligen Verfügung.

Aber ich denke zu diesem Eklat wird es nicht kommen, denn nach Darlegung unserer Argumente für den Namen „Waldstrasse“ in Johannisthal, werden auch die BVV Abgeordneten, die es sicherlich nicht schlecht gemeint haben mit der Umbenennung, nun nach der neuen Sachlage und Kenntnissen der historischen Bedeutung dieser Straße Ihren Antrag am 04.09.2008 im BVV Ausschuß für Bildung und Bürgerdienste zurückziehen.

1 Kommentar

  1. Stefan Förster:

    Guten Tag,

    richtig ist, dass eine Umbenennung zum November zeitlich nicht mehr möglich ist, da das Verfahren in der Regel einen Vorlauf von vier bis sechs Monaten beinhaltet. Insofern ist
    dieser Passus des Antrags, der eine Anregung für einen Termin darstellte, hinfällig.

    Unter Berücksichtigung der Hinweise und Anregungen, die von den Anwohnerinnen und
    Anwohnern gestellt worden sind, gab es zwei Hauptkritikpunkte am bisherigen Verfahren:

    1.Die Schnelligkeit, mit der die Umbenennung umgesetzt werden sollte

    2.Die Befürchtung, dass mit einem neuen Namen die Geschichte der Straße verloren geht sowie den Hinweis, dass im Jahr 2009 das 100-jährige Jubiläum des Flugplatzes Johannisthal ansteht

    Diesen Argumenten kann man ohne weiteres folgen. Daher erscheint es im Hinblick auf
    einen längerfristigen Vorlauf für alle Beteiligten sinnvoll, eine Umbenennung frühestens im Jahr 2010 zu vollziehen. Damit gibt es auch keine Probleme mit dem Jubiläum im nächsten Jahr.

    Außerdem kann in dieser Zeit gemeinsam mit dem Heimatmuseum bzw. dessen Förderverein
    überlegt werden, wie man die Geschichte der Straße in geeigneter Form und für alle sichtbar
    vor Ort darstellen kann. Denkbar wären z.B. solche Informationstafeln, wie sie entlang des Berliner Mauerwegs aufgestellt ist. Auch wäre es kein Problem, ein inoffizielles Schild mit
    der Aufschrift „Waldstraße“ an beiden Seiten der Straßen aufzustellen, womit die Tradition
    dieser Straße deutlich wird.

    Es geht bei einer anderen Namensgebung lediglich um die offiziellen Straßenschilder, bei denen der Orientierung wegen Mehrfachbenennungen vermieden werden sollen. Über alle anderen Formen lässt sich reden.

    Der Antrag könnte dann entsprechend z.B. in folgender Form geändert werden:
    „Das Bezirksamt wird ersucht, die Waldstraße in Johannisthal – frühestens im Jahr 2010 – in Minna-Todenhagen-Straße umzubenennen. Damit verbunden sollte eine öffentliche Darstellung der Geschichte der Waldstraße in geeigneter Form vor Ort erfolgen.“

    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan Förster

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