Waldstrasse in Johannisthal/ Waldstrasse soll umbenannt werden/ Anwohnerversammlung

Waldstrasse in Johannisthal

Allgemeine Infos zur Waldstrasse in Berlin Johannisthal

Anwohnerversammlung

Die Erste Zusammenkunft der Waldstraßenanwohner fand am 21.08.2008 statt.

Alleiniges Thema war die geplante Umbenennung der Waldstraße in Johannisthal in Minna-Todenhagen-Straße.

Anwesend waren neben ca. 50 Anwohnern auch die BVV-Mitglieder Herr Igel (SPD), Herr Förster (FDP) und Herr Schmidt (CDU)

Nach der kurzen Eröffnung durch Herrn Georgiu, mit einer Zusammenfassung zum Stand der Dinge, gab es weitere Wortmeldungen von Herrn Hoppadietz, Herrn Rompf, Herrn Igel, Herrn Förster, Frau Werner, Frau Lachmann, Frau Gibtner, Frau Weigmann und weiteren Anwohnern.
Herr Förster wies darauf hin, dass eine Umbenennung der Waldstrasse wohl unumgänglich sei, da auch das Tiefbauamt ohne Vorgaben der BVV eine Umbennennung vornehmen könne.

Dies ist für die Anwohner nicht verständlich und auch gegen diesen Verwaltungsakt würden die Anwohner Ihre Stimme erheben.

Es wurde festgestellt dass eine Umbenennung der Waldstraße in Minna-Todenhagen-Straße zum von der BVV gewünschten Termin nicht mehr möglich ist. Dem Vorschlag damit den Ubenennungsvorschlag Ad Acta zu legen wollten Herr Förster und Herr Igel nicht folgen.

Herr Schmidt betonte nochmal, dass seitens der CDU-Fraktion kein Handlungsbedarf in Bezug auf die Umbenennung der Waldstraße gesehen werde.

Der Ortschronist von Johannisthal Herr Rompf erläuterte die historischen Hintergründe der Waldstraße und fügte einen neuen Punkt hinzu.
Es geht hierbei um ein international oftmals verwendetes Bild zum „Befehl Nr.1“ der Roten Armee vom April 1945. Auf diesem Bild sind Johannisthaler Bürger zu sehen die diesen Befehl an der Litfaßsäule lesen, die in der Waldstraße / Ecke Sterndamm steht. Im Hintergrund sind die inzwischen denkmalgeschützten Häuser der Waldstraße zu sehen.

Alle Anwohner sind strikt gegen eine Umbennung der Waldstraße und haben beschlossen eine Abordnung von 4 Bürgern zur nächsten Versammlung der BVV am 04.09.2008 zu entsenden.  Mit zuvor beantragtem Rederecht wird versucht den BVV- Mitgliedern die Wünsche und Gedanken der Anwohner nahe zu bringen.

1 Kommentar

  1. Stefan Förster:

    Guten Morgen,

    im Nachgang der gestrigen Anwohnerversammlung, deren Atmosphäre und Verlauf ich als konstruktiven Austausch von Meinungen und Informationen empfunden habe, gestatten Sie mir noch eine Klarstellung zum weiteren Verfahren, weil dies offenbar unterschiedlich aufgefasst wurde.

    Aufgrund der historischen Bedeutung der Straße ist deutlich geworden, dass es nicht sinnvoll ist, eine Straßenbenennung nach Minna Todenhagen konkret bezogen auf die Waldstraße weiter zu verfolgen. Gleichwohl wurden mehrere alternative Straßennamen im Ortsteil (und darüber hinaus) vorgeschlagen, die nun in Ruhe von den Antragstellern geprüft und abgestimmt werden müssen. Da der Antrag „Straßenbenennung nach Minna Todenhagen“ lautet, halten wir an dem Ziel, eine Straße im Ortsteil Johannisthal nach dieser verdienten Frau zu benennen, auch fest. Wenn eine sinnvolle und abgestimmte Alternative gefunden wurde, braucht nur der Straßenname im Antragstext geändert zu werden. Insofern kann sich die Aussage „dem Vorschlag damit den Umbenennungsvorschlag Ad Acta zu legen wollten Herr Förster und Herr Igel nicht folgen“ nur auf den Antrag an sich beziehen. Denn der Antrag, eine Straße nach Minna Todenhagen zu benennen, wird aufrecht erhalten, aber nicht mit der Intention, für diese Namensgebung die Waldstraße in Johannisthal vorzusehen.

    Insofern ist es auch nicht sinnvoll, den Antrag im Ausschuss für Bildung und Bürgerdienste
    am 04.09.2008 zu debattieren, da er ja im Hinblick auf die Waldstraße in Johannisthal nicht weiterverfolgt werden soll. Gleichwohl ist die Zeit bis dahin zu kurz, um ausreichend alternative Straßenvorschläge geprüft zu haben und diese als Änderung dort vorzuschlagen.
    Von daher werden wir eine Vertagung des Antrags beantragen, mit dem Ziel, ihn dann wieder auf die Tagesordnung des Ausschusses zu setzen, wenn es eine sinnvolle Alternative für eine Namensgebung gibt. Da die Schreiben u.a. zur historischen Bedeutung der Waldstraße den
    Mitgliedern des Ausschusses für Bildung und Bürgerdienste in Kopie vorliegen, stellt sich die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, dies dort noch einmal vorzutragen. Die Argumente haben ja mit dem Vorschlag, den Antrag zu vertagen und nach Alternativern zu suchen, bereits ihren
    Eingang gefunden. Eine Diskussion über etwas, das in dieser Form gar nicht mehr zur Debatte steht, ist sicher wenig zielführend.

    Gleichwohl bleibt das Problem bestehen, dass es eine Reduzierung der Vielzahl der Waldstraßen geben muss. Mein gestern geäußerter Vorschlag, mittels eines Zusatzes zum Namen (z.B. „Alte Waldstraße“, „Johannisthaler Waldstraße“ etc.) diesen Namen auch für die Zukunft rechtssicher zu erhalten, ohne den historischen Bezug zu negieren, sollte unter den Anwohnerinnen und Anwohnern ernsthaft diskutiert werden. Hier wird es in nächster Zeit einmal eine Verständigung geben müssen.

    Mit freundlichen Grüßen verbleibt

    Stefan Förster

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